Klavier lernen mit dem Yamaha Arius YDP-142

Dieses Jahr habe ich ein altes Hobby wieder belebt. 

Prominent!

Mit 15 Jahren begann ich Keyboard spielen zu lernen in der Musikschule Fröhlich. Einmal die Woche gab es Gruppenunterricht im Musikzimmer des Gymnasiums, das ich besuchte. Die erste Hürde war damals, wie bringe ich meinem Gehirn bei, dass meine beiden Hände unterschiedliche Bewegungen ausführen sollen. Beim Keyboardspielen schlägt man mit der linken Hand einen Akkord an, die rechte Hand spielt eine Melodie. Hinbekommen habe ich das mit üben, üben, üben „damals“ auf meinem ersten Keyboard. Irgendwann wurden andere Sachen wichtiger als Keyboardspielen. Das Keyboard zog immer mit um, fristete aber meist traurig in einer Ecke versteckt sein Dasein und wurde wenig gespielt. Verlernt habe ich es jedoch n i e wieder. 

Dieses Jahr zog es in meine neue und erste eigene Wohnung ein und bekam einen sehr prominenten Platz mitten im Wohnzimmer.

Die ganzen alten Notenhefte hatte ich zum Glück aufgehoben und klimperte im Verborgenen immer öfter vor mich hin. Der Wunsch in mir wurde größer, anspruchsvollere Melodien zu beherrschen. Mir wurde klar, dass ich meine Keyboardspielfähigkeiten erweitern wollte und richtiges Klavierspielen erlernen wollte.

Konzentrierte Katrin ist konzentriert ^^

Durch Ebay-Kleinanzeigen fand ich eine sehr liebe Klavierlehrerin, zu der ich seit 3 Monaten einmal pro Woche gehe. Grundlage dieser Übungsstunden ist die „Russische Klavierschule“, ein Standardwerk mit vielen klassischen Stücken meist russischer Komponisten mit steigendem Schwierigkeitsgrad. Wir üben meist zwei bis drei kleinere Stücke ein, die ich die Woche über zu Hause festige. Ausserdem gibt sie mir Hinweise zur Armhaltung, richtigen Fingerhaltung und zu allen möglichen Fachbegriffen und zur Notenlehre. Zum Glück kann ich ja Notenlesen und musste nicht ganz von vorn anfangen. Dennoch sind jedes Mal neue Herausforderungen dabei, da die Stücke in der Schwierigkeit stetig ansteigen. Von nichts, wird nichts… und wenn ich nur das spiele, was ich eh schon kann, komme ich doch nicht weiter…!

 


Was gibt es mir Klavier zu lernen?

  • ich kann mich fordern und etwas neues lernen
  • Klavierspielen erfordert Geduld mit sich und seinen Fähigkeiten, die belohnt wird 😉
  • es entspannt mich
  • Erfolgserlebnisse wenn wieder ein Stück sitzt
  • Konzentration auf eine Tätigkeit
  • fördert Achtsamkeit
  • Mischung aus Struktur (Takt halten, Haltung) und Kreativität
  • ich kann es jederzeit machen, alleine oder auch zu zweit (vierhändige Stücke)
  • überschaubare monatliche Kosten
  • es klingt einfach schön 🙂

Relativ schnell stieß ich leider an die Grenze meines kleinen Keyboards. Und an die meiner Hände bzw. Fingernägel 😉 Letztere sind einer ziemlichen Kürzung zum Opfer gefallen, auch wenn ich mich nicht endgültig von meinen Gelnägeln trennen will. Immerhin bilden sie eine schützende Schicht über dem Naturnagel, die ein abbrechen verhindern. Das Alter meines Keyboards war nicht der ausschlaggebende Punkt, eher die Tatsache dass es über zu wenig Tasten und keinerlei Anschlagdynamik verfügt. Daher fing ich an zu recherchieren und mir zu überlegen wieviel mir dieses Hobby wert ist bzw. was es für einen zukünftigen Stellenwert einnehmen soll in meiner Freizeit. Da ich nicht vorhabe, Konzertpianist zu werden, sondern aus Spaß an der Freude spiele, deckelte ich das Budget entsprechend – wollte mir aber auch keinen Schrott hinstellen. Ende August entschied ich mich für ein Yamaha E-Piano vom Typ Arius YDP-142 in der Farbe Rosenholz (rosewood). Arius steht für die Einsteigerserie von digitalen Pianos von Yamaha. Gekauft habe ich das Klavier im Zoundhouse Dresden, das von der Beratung spitze war. Das gute Stück wurde auch gleich angeliefert und aufgebaut und thront jetzt in meinem Schlafzimmer.

Warum ich mich für das Arius YDP-142 entschieden habe:

  • Markengerät zu einem akzeptablen Preis
  • realistischer Klavierklang
  • 88 griffige Tasten
  • Graded Hammer Standard Tastatur, geht in unteren Oktaven schwerer zu drücken als in oberen Oktaven
  • einstellbare Anschlagdynamik
  • Aufnahmemöglichkeit um eigenes Spiel zu überprüfen
  • zehn schöne Klangfarben (unter anderem zwei Pianos, Flöte und Streicher)

Nachteile:

  • kein Display: alle Einstellungen gehen über Tasten bzw. Tastenkombinationen direkt auf der Klaviertastatur, das kann gewöhnungsbedürftig sein
  • schwer, nimmt einiges an Platz weg, also gut überlegen wohin mit dem Klavier
  • Staubwischen sollte man öfters mal machen 😉
  • evtl. wütende Nachbarn, da sollen Kopfhörer ganz gut gegen sein 😉

Fazit: Wer keinen großartigen Schnick-Schnack braucht, der ist mit dem YDP-142 von Yamaha gut bedient. Es macht was es soll, nämlich klimpern und das zuverlässig und sehr solide dank Pure CF Sound Engine und der GHS – Tastatur. Es bietet echtes Klavierfeeling zu einem super Preis. Jeden Tag bin ich froh, früh und abends daran zu sitzen und mich zu freuen, dass ich einem für mich sinnvollen und erfüllenden Hobby nachgehen kann.

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