Clear your mind

Dieses Jahr habe ich mein komplettes Leben umgekrempelt. Irgendetwas in mir hat die Entscheidung getroffen, dass die Zeit reif ist aufzuräumen und alte Muster und Gewohnheiten eingehend zu überprüfen. Jahrelang war mein Geist unter Dauerstress und an der Oberkante zum aushaltbaren. Dieses Jahr war hart, mit vielen Tiefschlägen verbunden aber auch mit vielen neuen Erfahrungen, die mich haben reifen und begreifen lassen. Endlich habe ich den Mut gefunden Dinge, die mir missfallen, beim Namen zu nennen und zu klären, meine Bedürfnisse wieder zu spüren und wurde wieder ich selbst. Ich erkannte wie ich jahrelang in mir selbst eingesperrt war. Ich bin weiterhin auf dem Weg mich zu erkunden und mich zu festigen.

Dinge, die ich „geschafft“ habe – throw off ballast:

  • Rauchen aufgehört: weg mit den Fluppen. Gedankt hat es mir nicht nur das Portemonee, sondern meine Kondition, meine Haut und meine Mitmenschen.

  • Kein Alkohol mehr bzw. nur noch zu besonderen Anlässen: gewohnheitsmäßiges trinken oder Partyabstürze gibt es in meinem Leben nicht mehr. Ich kann mich auch ohne Alkohol bestens amüsieren und bin erstmal aufgewacht, auf was für stinklangweiligen Partys ich mich manchmal so aufhalten habe und dass frau sich so etwas nicht geben muss!

  • Keine künstlichen Nägel mehr: ich nehme mich wie ich bin, dazu gehören auch meine natürlichen Nägel. Die eignen sich vorallem viel besser zum Klavierspielen als meine langen Schaufeln, die zwar hübsch waren, aber auch sehr pflege intensiv und teuer.

  • Iphone abgeschafft – Markenkult adé: man muss nicht über 650 Euro für ein Telefon ausgeben, es gibt tatsächlich noch andere Smartphones, die das gleiche können und die Hälfte kosten. Unbelievable.

  • TV-Konsum auf fast Null: ich besitze zwar ein TV Gerät seit Kurzem, benutze es aber kaum und wenn dann schaue ich eine DVD oder ganz gezielt eine bestimmte Sendung. Lethargische Abende auf der Couch gibt es bei mir nicht.

  • 12 Kilo Gewicht verloren: der gesunde Lebenswandel hat sich auch auf der Waage gezeigt. Ich achte viel mehr darauf, was auf meinen Teller kommt und esse bewusster, vorallem mehr Obst und Gemüse.

  • Menschen, die einem nicht gut tun und falsche Freunde darüber könnte ich Seiten schreiben, belasse es aber bei dem Gedanken, dass es bestimmte Phasen im Leben mit bestimmten Leuten gibt. Gestützt auf die Tatsache, dass man es sowieso nicht jedem recht machen kann, kommt es zwangsläufig zu Streuverlusten. Man muss nicht mit jedem gut Freund sein und Rücksicht nehmen. Ich nehme keine Rücksicht mehr, ich achte in erster Linie auf mich und meine Bedürfnisse und wenn die zu kurz kommen in zwischenmenschlichen Beziehungen, dann ziehe ich daraus entsprechende Konsequenzen. Menschen, die gegen meine Werte handeln, brauche ich nicht in meinem Leben, so ist das.

  • Kranke Internetgeschichten: von freaky Leuten aus dem Netz habe ich gestrichen die Nase voll. Ich kann nur jedem raten nicht jedem Schein zu vertrauen und kritisch zu hinterfragen, mit wem man es wirklich zu tun hat. Oder einfach mal die Augen aufmachen im wahren Leben, auch da kann man angeblich neue Bekanntschaften finden.

  • Gerümpel: soviel weggeschmissen wie dieses Jahr habe ich noch nie. Wieviele Jahre habe ich mich vorm ausmisten gedrückt, sei es Klamotten oder Papiere. Weg damit, rein mit dem Freiraum. Nichts ist erdrückender als alte Lasten. Wegschmeißen oder weitergeben kann sehr befreiend sein.

  • Andere lähmende Gedanken und Gewohnheiten: es ist nie zu spät schlechte Gewohnheiten am Schopf zu packen, sei es das späte aufstehen oder wie bereits erwähnt das rauchen. Man muss nur anfangen und man muss wissen was man will. Es ist niemals zu spät an sich zu arbeiten – man muss die Verantwortung übernehmen für sich und sein Leben.


Dinge, die mir gut getan haben dieses Jahr: von heute auf morgen kann Veränderung nicht stattfinden, sie braucht Zeit und viele Wiederholungen. Vor all dem steht aber der bewusste Entschluss für den neuen Weg, den man einschlagen will. Der neue Weg ist steinig, erstmal unbekannt und deswegen kann er einem erstmal Angst machen. Aber er ist die Reise defintiv wert gegangen zu werden um ein erfüllteres Leben zu führen:


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  • Genügend schlafen
  • Giftstoffe meiden (Rauch, Alkohol, Zucker, Fastfood)
  • Sport und Aktivität
  • Gesunde Ernährung (kein Fastfood, kaum Süßes, viel Obst und Gemüse, Lowcarb)
  • Ein Tier pflegen (Kleine Karla 🙂
  • Ein Instrument lernen und regelmäßig spielen: hab das Klavierspielen für mich entdeckt 🙂
  • Ganz klar meine Familie: sie haben mich unterstützt wo sie nur konnten. Wir sind dadurch so viel enger zusammen gewachsen.
  • Gute und verständnisvolle Freunde sind das A & O – nur noch Zeit mit Menschen verbringen, die einem gut tun und die einem wichtig sind
  • Fotografie und Zeichnen
  • Klare Grenzen ziehen – kein Eiertanz mehr!
  • Strukturen schaffen
  • Achtsames und bewussteres Leben: Dinge sehen wie sie sind, im Hier und Jetzt leben, Sachen nicht schönreden oder interpretieren
  • Auf sich achten, seinem Bauchgefühl vertrauen lernen
  • eigene Bedürfnisse ernstnehmen
  • sich seinen Gezeiten beugen und nichts erzwingen
  • Dingen Zeit geben
  • Schmerz und Unangenehmes annehmen und verarbeiten
  • to be continued…

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Überall dem steht eines: VERANTWORTUNG für sein Leben übernehmen und ein gesundes Selbstbewusstsein zu etablieren um seine Bedürfnisse durchzusetzen. Ich bleibe weiter am Ball, damit das passiert was ich mir vorgenommen habe, dass ich so leben kann wie es mir gut tut. Vieles habe ich verloren dieses Jahr – doch ich trauere dem nicht nach. Am Ende habe ich einen Hauptgewinn gezogen: ich bin mir selber treu geblieben <3

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