Warum falscher Perfektionismus für deine Fotos Gift ist

Lange Zeit bin ich einem Ideal hinterher gelaufen. Und ich denke vielen Fotografen und Fotografinnen geht es ähnlich. Man scrollt durch Instagram oder durch Pinterest und sieht unglaublich schöne Fotos. Und dann entwickelst du den Ansporn so zu sein und so fotografieren wie die “anderen”. Versteh mich nicht falsch, Inspiration ist das A und O. Zu dem liebe ich es, selbst zu inspirieren. Doch es wird dann anstrengend, wenn du als Fotografin oder Fotograf versuchst anderen so nachzueifern, dass du vergisst was du selbst zu bieten hast. Nämlich deine Persönlichkeit, die du in Form einer eigenen, ganz individuellen Note in deine Fotos einfließen lassen kannst. Warum falscher Perfektionismus Gift für deine Fotografie ist erkläre ich dir im nachfolgenden Blogbeitrag. Was du stattdessen tun könntest, erfährst du auch: 

1. Du stresst dich und vorallem dein Portmonee unnötig: Die schönen Bilder auf Instagram und Pinterest haben in der Regel eine Intention: Kaufe mich, oder wie es neulich heißt „investiere“! Ansonsten bist du nämlich zu komfortabel, zu wenig ehrgeizig oder schlichtweg nicht gut genug. Der Haken an der Sache ist, du musst natürlich immer das neuste und das beste kaufen und vergisst alles was du bereits hast. Das können innere Ressourcen sein, aber auch externe Ressourcen wie deine Kamera oder Kleidungsstücke, die du vielleicht in deinem Kleiderschrank findest oder umfunktionieren kannst für Neugeborenenshootings beispielsweise.

2. Deine Bilder werden schlechter anstatt besser: In dem du dich verbiegst und anderen nacheiferst, vergisst du dein persönliches Warum. Willst du eine Kopie vom neuesten Trend sein? Oder sollen deine Bilder, deinen besonderen Blick auf die Welt widerspiegeln? Überlege dir, in welchem Bereich bist du der wahre Experte: im Du-Sein oder im Nacheifern? Außerdem verfällst du mit einem falschen Perfektionismus, in eine starre und unflexible Haltung gegenüber unerwartbaren, spontanen Situationen und Kundentypen. Was deine Bilder perspektivisch schlechter machen wird als besser!

3. Du verlierst die Freude an der Fotografie: Ein falscher für Perfektionismus killt jegliche Leichtigkeit.  Im schlimmsten Fall verlierst du Empathie für deine Kunden und für dich selbst. Du funktionierst nur noch im Außen, weil du so bestrebt bist einem Ideal zu entsprechen. Langfristig lebst du nicht das, was du eigentlich immer wolltest, nämlich die Bilder zu machen, die dir im Herzen richtig Spaß und Freude bereiten. 

Um nicht falsch verstanden zu werden, möchte ich noch hinzufügen, dass ich es schon sehr wichtig finde, dass du beispielsweise deine Kamera gut bedienen kannst, Bildbearbeitung beherrschst und in diesen Bereichen weißt was du tust! Perfektionistisch wird das ganze dann, wenn du nicht mehr flexibel reagieren kannst! Sprich, wenn du dich beispielsweise auf natürliche Fotografie versteift hast, und dann im Zweifelsfall nicht mehr bemerkst, wann doch ein Blitz angemessen ist. Oder wenn beispielsweise bei Familienfotos, sich die Situation sehr stark ändert (Kinder machen nicht immer “was sie sollen” 🙂 und du aber innerlich festgefahren bist, das es immer einen bestimmten Ablauf haben muss. Dann nimmst du dir und der Situation die Flexibilität und damit auch die Leichtigkeit, dass sie sich anders entwickeln kann und dennoch schöne Fotos entstehen. 

Perfektionismus_in_der Fotografie_Gift

Meine persönliche Geschichte, besteht darin dass ich sowohl privat als auch in meinem Fotografie Business Idealen nach gehangen habe. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich nicht weiter mithalten kann und will diese ganzen Ideale zu erfüllen. Es geht mir besser damit wenn ich meinen eigenen Stil weiter entwickle und lebe.

 

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